Drei Monate im Land der weißen Wolke – Ein Rückblick

Während unserem Roadtrip in Neuseeland haben wir viele Höhen und Tiefen erlebt. Insgesamt haben wir mit dem Auto über 6.000 km zurückgelegt. Wir haben das Land kennengelernt, neue Freunde gefunden und viele Naturphänomene gesehen, von denen wir vorher noch nie etwas gehört hatten.

In Auckland angekommen, haben wir uns sofort in das Land und die Stadt verliebt, denn hier war wieder alles geordnet und die Luft war so frisch. Die Straßen sind weit, in der Stadt ist viel Platz und es sind wenige Menschen. Genau richtig für uns.

 

Auckland

Auckland

 

Autokauf und Camping

Nachdem wir unsere neue Lieblingsstadt besichtigt hatten, sahen wir uns gleich nach einem Auto für den Roadtrip um. Wir wurden bald fündig und machten uns auf den Weg zum ersten Campingplatz.

Auf der Nordinsel waren die Campingplätze wirklich traumhaft. Oft waren wir alleine und direkt am Meer oder mitten im Wald.

 

Campingplatz am Meer

Campingplatz am Meer

 

Neue Freunde am anderen Ende der Welt

Auf einem unserer ersten Campingplätze lernten wir eine Familie kennen, die bald sehr gute neue Freunde werden würden. Aber das wussten wir zu dem Zeitpunkt noch nicht. Wir wollten nur ihren Hund streicheln und kamen gleich ins Gespräch. Wir hatten die Möglichkeit bei ihnen zu wwoofen. Nachdem wir die Nordinsel umrundet hatten passten wir über Weihnachten auf ihr Haus und ihre Tiere auf.

 

Ich beim wwoofen

Ich beim wwoofen

 

Auf der Nordinsel verbrachten wir mehr Zeit als auf der Südinsel, da wir 1 Woche wwoofen waren und 2 Wochen auf das Haus aufpassten. Dort gibt es auch viele Dinge zu sehen, wie zum Beispiel Sanddünen inmitten der grünen Landschaft Neuseelands oder ein Strand, wo man sich eine heiße Quelle graben kann. Wir sahen auch gigantische Bäume und einen Geysir. Auch die Wanderungen durch den Wald neben dem Campingplatz waren wunderschön.

 

30 Meter Hoher Geysir

30 Meter Hoher Geysir

 

Eines meiner persönlichen Highlights sind die Glühwürmchenhöhlen. Ich als großer Glühwürmchenfan kam dort so richtig auf meine Kosten. Dort hab ich auch erfahren, dass die Glühwürmchen in Österreich eigentlich gar keine Glühwürmchen sind, sondern Leuchtkäfer. Dort in den Höhlen waren es wirklich Würmchen.

 

Am Eingang zu einer Glühwürmchenhöhle

Am Eingang zu einer Glühwürmchenhöhle

 

Wir sahen wirklich jeden Tag aufs Neue unglaubliche Dinge. Das einzige was wir bereuten uns nicht angesehen zu haben ist das Tongariro Crossing. Eine Tageswanderung zu dem bekannten Schauplatz aus Herr der Ringe. Wir waren zweimal auf einem Campingplatz in der Nähe, aber beide Male war das Wetter schlecht und deswegen verzichteten wir darauf.

Mit der Fähre auf die Südinsel

Nachdem wir 2 Monate auf der Nordinsel verbracht hatten, fuhren wir mit der Fähre auf die Südinsel. Davor hatten wir gelesen, dass viele Leute die Südinsel bevorzugen. Als wir auf der Südinsel ankamen, waren wir sehr beeindruckt von der Landschaft. Diese ist deutlich schöner als auf der Nordinsel. Unser Highlight auf der Südinsel war die Schifffahrt durch die Fjordlandschaft Milford Sound.

 

Aussicht auf den Milford Sound

Aussicht auf den Milford Sound

 

Es sind auch viel weniger Einheimische im Süden. Dafür wimmelt es nur so von Campern. Die Campingplätze auf der Südinsel sind ziemlich überfüllt und die Camper sind teilweise echt eine Plage. Sie hinterlassen ihren Müll und halten sich nicht an die Regeln. Man sieht auch deutlich den Protest der Einheimischen.

Protest gegen die Camper

Wir haben es oft erlebt, dass Einheimische mit dem Auto zum Campingplatz gekommen sind und dort runden im Schotter fuhren und drifteten. Sie wirbelten damit viel Staub auf und belästigten die Camper. Einmal zum Beispiel trockneten andere Camper ihre Wäsche vor dem Auto und die war danach voller Staub und musste noch einmal gewaschen werden.

Ein anderes Mal bekamen wir schon richtig Angst. Mitten in der Nacht gegen 3:00 Uhr zogen wieder Einheimische ihre Runden durch den Schotter und weckten uns dadurch auf. Sie taten es wirklich Stunden lang und hörten nicht auf. Wir konnten beobachten, dass einer der Camper neben uns, auch ein Einheimischer, Steine nach ihnen warf. Sie fuhren dann weg und kamen kurze Zeit später wieder und wir hörten einen lauten Schlag von einem Steinwurf. Wir dachten, dass sie unser Auto getroffen hatten, trauten uns aber nicht nachsehen. Am nächsten Tag in der Früh sahen wir, dass das Auto neben uns ein riesiges Loch in der Heckscheibe hatte.

Wir waren zwar froh, dass es nicht unser Auto war und er hatte es sich auch selbst eingebrockt durch das Steine werfen, aber trotzdem hatten wir Mitleid mit ihm, weil er der einzige war, der sich gegen diese Randalen gewehrt hatte.

Manchmal fuhren sie auch einfach durch den Campingplatz am Abend und hupten, um die Camper zu stören. Das ist schon wirklich ärgerlich. Ich verstehe, dass sie sich durch die Camper gestört fühlen, aber trotzdem ist das keine Lösung.

Die Tierwelt in Neuseeland – winzige Monster

Die Tierwelt ist wirklich beeindruckend in Neuseeland. Vor allem die vielen verschiedenen Vögel sind wunderschön zu beobachten bzw. zu belauschen. Am besten gefallen haben mir die Tui, weil sie so lustig zwitschern, ähnlich wie ein kleiner Roboter. Sie können auch wie Papageien Geräusche nachmachen.

Der „Robotervogel“ Tui

 

Sehr zu unserem Bedauern haben wir keinen einzigen Kiwi zu Gesicht bekommen. Die Kiwis sind nachtaktiv und eher in Wäldern.

Die schlimmsten Tiere in Neuseeland waren mit Abstand die Sandflies. Das sind echt kleine Monster. Meistens in Wiesen, aber manchmal auch im Schotter stechen sie einen in die Füße und es juckt wirklich furchtbar. Wir haben uns die Füße aufgekratzt bis wir geblutet haben, aber mit der Zeit wurden wir resistent und es war  nicht mehr so schlimm.

Auf einigen Campingplätzen gab es auch eine Moskitoplage. Einmal haben wir die Autotür am Abend offen gelassen um durchzulüften und als wir zurückkamen summte es wie in einem Bienenstock. Wir verbrachten einige Abende mit der Moskitojagd im Auto 😀

Auch die Plumpsklos auf den Campingplätzen waren oft voll mit Moskitos. Aber die Moskitos waren auf den Plumpsklos noch das geringere „Übel“ 😀

Eine weitere furchteinflößende Insektenart sind die Wetas. Das sind sehr große Heuschrecken mit einem Stachel hinten. Sie sehen wirklich unheimlich aus. In Christchurch haben wir auch riesige Grillen gesehen, die auch einen ziemlichen Lärm machen. Ich habe es fast nicht ausgehalten unter Bäumen, weil sie so laut gezirpt haben, dass ich Ohrensausen bekommen habe.

 

Eine Weta

Eine Weta

 

Das furchtbare Ende einer wunderschönen Reise

Am Ende unserer Reise mussten wir natürlich unser Auto verkaufen, womit wir auch bald genug begannen, aber es war wirklich ein Albtraum. Warum es so schlimm war und wie es uns dabei gegangen ist könnt ihr hier nachlesen: Autoverkauf in Neuseeland – Der Albtraum schlechthin.

Nachem wir das Auto verkauft hatten, nahmen wir gleich den nächsten Flug und freuten uns, das Land endlich verlassen zu können, obwohl es wirklich schön war.

Unser Fazit

Bis jetzt hat uns Neuseeland auf unserer Reise am besten gefallen. In Neuseeland gibt es so viel Natur und man muss für die Natur nichts bezahlen, was in Indonesien anders ist. Es ist außerdem ein sehr fortgeschrittenes und modernes Land, was eine sehr erfrischende Abwechslung zu Indonesien war.

Neuseeland wäre definitiv ein Land zum Auswandern, wenn es nicht so weit weg von unseren Familien wäre.

Unsere Abenteuer im Detail könnt ihr euch nochmal in der Rubrik Neuseeland durchlesen. In der Gallery könnt ihr euch alle Fotos ansehen und auf  YouTube gibt es eine Menge Videos.

Wohin unsere Reise weitergeht, seht ihr in diesem Video: Unser nächstes Land.

 

Mit Freunden teilen:

2 Kommentare, RSS

  1. Avatar

    Ernst 15. Februar 2018 @ 18:51

    Deine Zusammenfassung ist sicher sehr hilfreich für packpackers, die die Reise nach Neuseeland noch vor sich haben. Ich freue mich über jeden neuen Blog!

    • Judith

      Judith 20. Februar 2018 @ 12:31

      Danke! Wir freuen uns über jeden Kommentar 🙂

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

*