Hualien – Taroko Nationalpark und Fahrradtour

Nachdem wir uns Taiwans Hauptstadt Taipeh angesehen hatten, ging es für uns weiter in den Süden nach Hualien. Dort hatten wir so einiges vor.

Taroko Nationalpark

Wir fuhren mit dem Shuttle Bus von Hualien in den Taroko Nationalpark. Dort erwartete uns eine tolle Aussicht auf eine riesige Schlucht, ein wunderschöner Schrein und einige Höhlen.

Am späten Vormittag gingen wir zum Bahnhof und kauften uns dort ein Tagesticket für den Shuttlebus, der an den verschiedenen Sehenswürdigkeiten im Park stehen blieb. Mit diesem Ticket konnten wir ein- und aussteigen wo wir wollten und auch wieder nach Hause fahren. Kostenpunkt für das Ticket waren ungefähr € 7,- pro Person.

Von Hualien fuhren wir eine knappe Stunde bis zur ersten Station. Wir entschieden uns jedoch, erst bei einer späteren Station auszusteigen und nur 3 der insgesamt 10 Stationen anzusehen, da wir mehr Zeit bei den einzelnen Stationen verbringen wollten.

Erster Stopp: Yanzikou (Swallow Grotto)

Unser erster Stopp war bei der Swallow Grotto. Hier konnte man durch mehrere Höhlen an der riesigen Taroko Schlucht entlanggehen. Wir sahen auch, dass es einen längeren Wanderweg gab, der am Anfang über eine Hängebrücke führte.

 

Hängebrücke über die Taroko Schlucht

Hängebrücke über die Taroko Schlucht

 

Für diesen Wanderweg brauchte man jedoch eine Erlaubnis, die man sich vor dem Ausflug holen muss. Schade, dass wir daran nicht gedacht haben. Wir gingen durch die Höhlen an der Schlucht entlang und auch diese Aussicht lohnte sich total für uns.

 

Taroko Schlucht

Taroko Schlucht

 

Der Weg führte zwar neben der Straße und es fuhren viele Reisebusse vorbei, aber wir genossen trotzdem den Ausblick auf den Bach und das Gestein, mit der vielschichtigen Färbung.

 

Vielschichtige Färbung des Gesteins

Vielschichtige Färbung des Gesteins

 

Eigentlich hatten wir uns vorgestellt, dass wir im Nationalpark wandern gehen werden und nicht mit einem Bus die Stationen abfahren und auf hunderte Touristen treffen werden. Nachdem wir ein Stück gegangen waren erreichten wir ein Café und als wir die Preise sahen, waren wir froh, dass wir uns selbst einen Snack mitgenommen hatten.

Das Café war natürlich total überteuert und wir gingen wieder zurück zur Busstation, um zum nächsten Stopp zu fahren. Leider übersahen wir dabei, dass der Bus nicht so oft fährt und da wir ihn gerade verpasst hatten, mussten wir eine halbe Stunde warten. Auf der Karte, die wir uns beim Ticketkauf mitgenommen hatten, standen die Zeiten, an denen der Bus fuhr.

Wie wir dann herausfanden, blieb der Bus auch nicht bei allen Stopps in beide Richtungen stehen, sondern bei manchen Stopps nur in eine Richtung. Gott Sei Dank bemerkten wir das aber früh genug und konnten so unsere Route planen.

Während wir auf den Bus warteten, verspeisten wir die Mahlzeit, die wir uns mitgenommen hatten: Dumplings.

Zweiter Stopp: Lushui

Unser nächster Stopp war kurz vor der Endstation und wir erhofften uns auch hier eine schöne Aussicht. Leider fanden wir jedoch nur ein Café und eine Geschichtshalle, in der man sich die Geschichte des Nationalparks ansehen konnte. Aussicht entdeckten wir keine und so nahmen wir gleich den nächsten Bus zu der Station, von der wir uns am meisten erhofften.

Dritter Stopp: Eternal Spring Shrine

Unser letzter Stopp war der Eternal Spring Shrine oder auch Changchun Shrine. Eternal Spring steht hier für ewige Quelle und nicht ewiger Frühling, wie ich es im Video fälschlicherweise übersetze 😀

Der Schrein sieht wirklich malerisch aus mit der grünen Umgebung und dem Wasserfall. Das ist wirklich das perfekte Fotomotiv und es ist schon fast kitschig.

 

Eternal Spring Shrine

Eternal Spring Shrine

 

Man kann ein Stück zu Fuß in Richtung Schrein gehen, kommt jedoch nicht wirklich näher. Also konnten wir wieder nicht wandern, wie wir gedacht haben. Der Schrein ist den Arbeitern gewidmet, die beim Bau des Highways, der durch den Nationalpark geht, verunglückt sind. Auf dem Weg kann man in eine Grotte gehen und dort befindet sich auch ein Denkmal für die Arbeiter.

Mit dem nächsten Bus fuhren wir dann wieder zurück nach Hualien. Da uns sehr kalt war und wir fanden, dass es hier nicht viel mehr zu sehen gab, freuten wir uns auch schon wieder auf das Hotel und einen heißen Bubble Tea 😀

Am Anfang waren wir sehr begeistert von der Aussicht auf die Schlucht, aber wenn man diese einmal gesehen hat, reicht das auch schon. Der Eternal Spring Shrine ist auch einen Besuch wert, aber wer wirklich wandern möchte, sollte sich vorher eine Erlaubnis für die Wanderwege im Nationalpark holen.

In unserem Video auf YouTube könnt ihr euch unseren Ausflug noch einmal in bewegten Bildern ansehen.

Fahrradtour entlang der Küste

Zwei Tage später besorgten wir uns beim Fahrradverleih bei uns um die Ecke zwei Fahrräder und fuhren zur Küste. Für einen Tag bezahlten wir dafür € 8,30 pro Person.

Als wir aus der Innenstadt draußen waren und das Meer erreichten, kamen wir zuerst zu einem wunderschönen Radweg am Meer entlang. Die Aussicht war wirklich traumhaft. Nach einiger Zeit erreichten wir dann einen Park, der aussah, wie in einem Bilderbuch.

 

Nanbin Park

Nanbin Park

 

Nanbin Park

Nanbin Park

 

Tiere, die ich noch nie zuvor gesehen habe

Es gab einen Teich mit einer kleinen Brücke, ein Sonnenblumenfeld, Kinder, die Drachen steigen ließen und in dem Teich sahen wir etwas, das wir noch nie vorher gesehen hatten. Als erstes sahen wir nur Schwäne und Enten, aber nach einiger Zeit entdeckten wir die Flamingos auf der anderen Seite des Teichs. Am Anfang dachte ich noch es seien Störche und war davon schon hingerissen, aber als ich sah, dass es Flamingos sind, war ich vollkommen hin und weg.

 

Flamingos im Nanbin Park

Flamingos im Nanbin Park

 

Teich im Nanbin Park

Teich im Nanbin Park

 

Verliebtes Pärchen im Sonnenblumenfeld

Verliebtes Pärchen im Sonnenblumenfeld

 

In dem Park legten wir erstmal eine längere Pause ein, da uns dieser so gut gefiel. Dort beobachteten wir die Vögel und die Leute, die die Fische fütterten. In dem Teich waren so viele Fische und es war wirklich faszinierend, wie sie eine halbe Semmel in Nullkommanichts verspeisten.

Der Park heißt übrigens Nanbin Park und auf den Fotos sieht man gar nicht wirklich, wie schön er eigentlich ist. In unserem YouTube Video, das in den nächsten Tagen online kommt, sieht man mehr von dem Park.

Das teuerste Essen unserer Reise

Nach der Pause fuhren wir weiter und kamen dann leider auf eine Hauptstraße. Dort hatten wir keine schöne Aussicht mehr und es ging teilweise auch bergauf. Da wir schon hungrig waren und noch kein Restaurant am Weg gesehen hatten, nahmen wir dann das erstbeste. Es war ein Seafoodrestaurant und wir freuten uns, dass wir an der Küste Fisch essen konnten.

Leider konnte im Restaurant keiner Englisch und sie hatten auch keine englische Karte. Wir bestellten aber dann so, indem wir ihnen auf einem anderen Tisch zeigten was wir wollten. Der Fisch sah wirklich lecker aus. Zu dem Zeitpunkt wussten wir jedoch noch nicht, dass dies unser teuerstes Essen auf der ganzen Reise werden würde.

 

Teuerstes Essen auf unserer Reise

Teuerstes Essen auf unserer Reise

 

Das Restaurant hatte eine wunderschöne Aussicht aufs Meer und der Fisch schmeckte köstlich. Als wir dann zahlen gingen schrieb uns der Kellner 800$ auf die Rechnung, was umgerechnet ca. € 22,- sind. Er fragte uns, ob das ok war. Wir waren zwar innerlich geschockt, aber trauten uns dann auch nicht nein zu sagen. So bezahlten wir den Preis. Uns ist zwar klar, dass wir auch in Österreich in einem guten Restaurant so viel bezahlen, aber trotzdem versuchen wir auf der Reise zu sparen und solche Preise zu vermeiden.

Da der Weg nun an der Hauptstraße entlangging und es auch schon Nachmittag war, entschlossen wir uns noch einmal zurück in den Park zu fahren. Vorher fuhren wir aber noch einmal zu einer Aussichtsplattform, wo man auf das weite Meer sehen konnte.

 

Aussicht auf das weite Meer

Aussicht auf das weite Meer

 

Nachdem wir nochmal ein bisschen in dem Park waren, fuhren wir wieder Richtung Stadt und in einen weiteren Park. Die Parks in Taiwan sind wirklich sehr zu empfehlen.

Die Sonne lässt grüßen

Leider bekamen wir einen Sonnenbrand und auch einen Sonnenstich, denn wir waren extrem fertig und rot nach der Fahrradtour. Man muss hier dazusagen, dass es der erste sonnige Tag nach einer Woche Nebel in Taiwan war. Wir brachten die Räder zurück und legten uns dann im Hotel noch ein bisschen hin.

Man kann von Hualien aus übrigens auch eine mehrtägige Radtour an der Küste machen. Wir entschieden uns aber nur für eine eintägige Tour, da es uns zu kompliziert war, unser Gepäck am Bahnhof aufzugeben und hinunterzuschicken.

Insgesamt finden wir das Radfahren in Taiwan aber sehr schön, da es sehr viele Radwege gibt und es gibt auch sehr viele Möglichkeiten sich ein Rad auszuborgen. In der Stadt gibt es auch Radstationen, bei denen man sich ein Rad an einer Station ausborgen und bei einer anderen Station wieder zurückgeben kann.

Unser Video zum Taroko Nationalpark findet ihr hier und unser Video zur Fahrradtour kommt in den nächsten Tagen auf YouTube. In der Gallery gibt es wieder viele neue Bilder, also schaut rein.

 

 

Wo sind wir eigentlich?

Hualien liegt an der Ostküste von Taiwan

 

 

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