Puerto Princesa – Firefly Watching und Underground River DIY

Wie manche von euch schon wissen bin ich ein Leuchtkäfer-Fan 🙂 Deshalb stand auch die Firefly Watching Tour ganz oben auf meiner To-Do-Liste. Wir haben die Tour aber nicht im Reisebüro gebucht, sondern wir haben sie uns selbst zusammengestellt und so nur die Hälfte gezahlt.

Firefly Watching

Wir fragten bei unserem Airbnb und bei den Touristenbüros nach, wie viel die Tour kosten würde und was inkludiert ist. Wenn man die Tour bucht bezahlt man dafür ca. € 18 pro Person. Man bekommt dafür den Transport von und zur Unterkunft in einem klimatisierten Van, ein Abendessen und das Boot auf dem die Tour stattfindet.

In unserem Hotel haben wir einmal beobachtet, dass das Abendessen im Hotel stattfand und nicht beim Fluss. Da dachten wir uns, dass das ein Reinfall ist, denn da spart sich das Hotel nochmal Geld, wenn sie den Vollpreis für die Tour verlangen und das Abendessen selbst machen.

Die Tour wird aber auch von allen Tricyclefahrern angeboten, die einen nur zum Fluss bringen. Dafür verlangten sie € 10 für uns beide gemeinsam. Der Eintritt für das Boot kostet nochmal € 5 pro Person. Somit haben wir nur die Hälfte bezahlt.

Von unserer Unterkunft war der Fluss nicht sehr weit weg. Mit dem Tricycle sind wir ca. 20 Minuten gefahren. Die Fahrt in den Motorrädern mit einem Verbau für Beifahrer ist zwar etwas holpriger als mit einem Van, aber wie ihr weiter unten noch lesen werdet sogar besser als unsere spätere Vanfahrt 🤢

 

Tricycle, eines der Hauptverkehrsmittel auf den Philippinen

Tricycle, eines der Hauptverkehrsmittel auf den Philippinen

 

Kitschig wie ein blinkender Weihnachtsbaum

Beim Iwahig River angekommen war es noch hell, deshalb mussten wir ungefähr eine Stunde warten bis es dunkel wurde, damit wir die Leuchtkäfer auch sahen.

 

Boot am Iwahig River

Boot am Iwahig River

 

Ich habe in einigen Erfahrungsberichten vorher gelesen, dass die Bäume am Ufer des Flusses aussehen wie Weihnachtsbäume, weil sie voll mit Glühwürmchen sind, die wie blinkende Lichterketten aussehen. Das konnte ich mir nicht so wirklich vorstellen, aber es war wirklich so und das war ein echt kitschiger und wunderschöner Anblick.

Wir waren zu Dritt im Boot, also ich, Rudi und unser Bootsfahrer. Der Fahrer erzählte uns eine Menge über die verschiedenen Mangroven Arten, das sind die Bäume auf denen die Leuchtkäfer sitzen. Er zeigte uns auch einige Sternkonstellationen und leuchtete mit dem Laser auf die Sterne.

Ein Licht im Wasser

Ein weiteres Highlight bei der Bootsfahrt war das Leuchtplankton im Wasser. Da es geregnet hatte war dieses leider sehr tief im Wasser. Aber unser Fahrer zeigte es uns mit dem Ruder. Er bewegte das Ruder etwas tiefer im Wasser und da leuchtete das Wasser von unten wie ein magisches Licht. Das war wirklich unglaublich.

Die Tour hat uns sehr gut gefallen und mir wurde wieder bewusst, was für unglaubliche Dinge es an anderen Orten der Welt gibt, die ich auf dieser Reise erleben darf.

Leider konnten wir keine Fotos und auch kein Video machen, da es ja dunkel war und man nichts erkennen würde.

Die Heimfahrt mit dem Tricycle war etwas gewagt, da es schon ganz dunkel war und die Straße ziemlich holprig war. Das Tricycle hatte zwar ein Licht, aber dieses war nicht so hell wie bei einem Auto.

Underground River in Sabang

Eine weitere Tour, die wir machen wollten war die Underground River Tour in Sabang. Diese kosten in den Touristenbüros mindestens € 30,-, da der Fluss in Sabang ist und die Fahrt dorthing knapp 3 Stunden dauert. Inkludiert ist der Transport von und zum Fluss von der Unterkunft in Puerto Princesa, ein Mittagessen und man muss sich nicht selbst um das Permit kümmern.

Damit man sich den Underground River ansehen kann, braucht man nämlich ein Permit. Dieses holten wir uns bereits einen Tag bevor wir nach Sabang fuhren beim City Coliseum in Puerto Princesa. Man muss dort ein Formular ausfüllen und sich mit seinem Pass ausweisen. Bezahlen muss man erst in Sabang an dem Tag, wo die Tour stattfindet.

Wir entschieden uns dazu, selbst nach Sabang zu fahren mit einem klimatisierten Van und dort in einem Hotel zu übernachten. Für die Fahrt mit dem Van bezahlten wir ca. € 3,- pro Person. Mit einem nicht klimatisierten Bus kann man auch um € 2,50 fahren und wir wünschten, wir hätten es getan.

Horrorfahrt mit einer Brechpause

Der Fahrer fuhr wirklich wie ein Verrückter. Er fuhr so schnell und wild, dass wir wirklich um unser Leben fürchteten. Wir mussten sogar einmal kurz stehenbleiben, da der Beifahrerin schlecht wurde und sie brechen musste. Wir dachten uns, dass er jetzt wenigstens langsamer fahren würde. Falsch gedacht, er fuhr sogar noch schneller und wir waren so froh, als wir endlich angekommen waren und es überlebt hatten.

In Sabang hatten wir kein Hotel im Voraus gebucht, sondern wir fragten einfach bei den Hotels dort nach. Sehr viele Hotels gab es nicht, denn Sabang ist wirklich ein kleines Dorf, das nur aus ein paar Häusern besteht. Wir fanden auf Anhieb ein Hotel und bezahlten nur € 12,50 für ein Doppelzimmer.

In Sabang hatte wir zum ersten Mal auf den Philippinen wieder einen Badestrand. Dieser ist wirklich traumhaft schön und wir hatten sogar einen Abschnitt davon für uns alleine.

 

Traumhafter Strand in Sabang

Traumhafter Strand in Sabang

 

Als wir Abendessen wollten, wurde uns bewusst, dass Sabang nur untertags touristisch ist, wenn die Touren von Puerto Princesa ankamen. Am Abend hatten fast alle Restaurants geschlossen und wir mussten uns für ein relativ teures Pizzarestaurant entscheiden. Nachdem es aber sowieso einen Grund zum Feiern gab, da Rudis Geburtstag an diesem Tag war, machte es uns nichts aus, dass wir ein bisschen mehr ausgeben mussten.

Rudi muss die Underground River Tour alleine machen

Wir wollten die Tour früh am Morgen machen, weil da noch nicht so viel los ist. Die ganzen Touren aus Puerto Princesa kommen nämlich erst später an.

Leider hatte ich die typische Reisekrankheit und diese suchte mich an diesem Morgen und vorher in der Nacht am schlimmsten heim. Deshalb verbrachte ich den Morgen im Hotel und schlief mich aus. Ich war einfach zu schwach für die Tour.

Rudi  ging gegen 8.00 Uhr zum Hafen und bezahlte das Permit und die Umweltsteuer. Das waren ungefähr € 12,- pro Person. Direkt beim Boot musste er dann kurz warten, damit er sich das Boot mit 5 anderen Leuten teilen konnte, denn dann kam es billiger und kostete nur € 3,- pro Person.

 

Boote für die Underground River Tour

Boote für die Underground River Tour

 

Rudi erzählte mir, dass der erste Stopp ein Strand war, auf dem man durch einen Audioguide Informationen über die Höhle bekommt. Danach steigt man in ein kleineres Boot und fährt in die Höhle.

 

Underground River in Sabang

Underground River in Sabang

 

In der Höhle waren viele Fledermäuse und es war ein tolles Erlebnis durch dieses Untergrundsystem zu fahren. Der Underground River ist übrigens das 6. Naturwunder der Welt. Ihr könnt euch so wie ich einige Eindrücke in unserem Video auf Youtube ansehen: Warum ich den Underground River alleine besuchte.

Am Nachmittag ging es mir wieder besser und wir fuhren zurück nach Puerto Princesa. Diesmal aber nicht mit einem Van, sondern mit einem Jeepney. Das ist ein kleiner Bus, der hier auf den Philippinen neben den Tricycles das Hauptverkehrsmittel ist. Es wurde zwar teilweise sehr eng und wir blieben oft stehen, da Leute ein und ausstiegen und der Bus war sehr vollgestopft. Sogar ein Hahn fuhr mit 😀 🐔 Diese Fahrt war aber trotzdem sehr viel angenehmer als die Vanfahrt und kostete auch nur € 2,50.

 

Jeepney

Jeepney

 

Fazit

Ich fand es zwar sehr schade, dass ich den Underground River nicht sehen konnte, aber ich bin froh, dass ich die Firefly Tour machen konnte, denn die war mir viel wichtiger 😀

Ich hoffe euch hat der Blogpost gefallen und dass ich einen guten Einblick verschaffen konnte, wie wir Touren organisieren und Geld sparen. Wir freuen uns auch immer sehr über Feedback in den Kommentaren und Tipps, über was ihr gerne einen Blogpost von uns lesen würdet.

 

Wo sind wir eigentlich?

Puerto Princesa und Sabang

Puerto Princesa liegt in der Mitte der Insel Palawan. Sabang ist etwas weiter nördlich

 

 

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